Absage Herbst-Fischerkurs 2020

+++Absage des in Aussicht gestellten Herbst-Fischerkurses 2020+++

Sehr geehrte Interessentinnen,
sehr geehrte Interessenten,

nach mehreren Beratungsgesprächen innerhalb unseres dreiköpfigen Ausbilder-Teams muss ich Ihnen leider mitteilen, dass wir den in Aussicht gestellten Ausbildungskurs für die im November anstehenden Herbst-Fischerprüfungen absagen werden. Wir alle hatten die Hoffnung das sich die Entwicklung der Pandemie rückläufig und somit für uns alle positiv entwickelt.

Leider zeigen uns die gegenwärtigen Fallzahlen eine ganz andere Entwicklung. Unser Team hat sich bereits Anfang Juli beratend zusammen gesetzt. Zu diesem Zeitpunkt hat die Pandemieentwicklung noch Grund zur Hoffnung gegeben. Wir hatten insbesondere die Hoffnung, dass bis Ende August die Maskenpflicht in NRW fallen wird. Wir haben die sich ständig verändernde „NRW-Corona-Schutzverordnung“ aufmerksam verfolgt und müssen an dieser Stelle leider für uns erkennen, dass ein intensiv geführtes Fischerkurs-Seminar, wie wir es immer durchgeführt haben, unter den gegenwärtigen gesetzlichen Bestimmungen nicht sinnvoll ist.

Eines unserer Hauptprobleme ist die räumliche Beschränkung. Das Seminar findet in unserem Vereinsheim vom Anglerclub „Forelle“ Eiringhausen e.V. statt. Ohne die aktuellen Auflagen wären wir in der Lage, ca. 30 Seminarteilnehmer aufzunehmen. In Anbetracht der Corona-Schutzverordnung haben wir zwischen den einzelnen Teilnehmern jeweils einen Stuhl frei zu halten.
Das entspricht dann dem geforderten Mindestabstand von 1,5m . Damit würden wir aber nur noch maximal die Hälfte der sonst möglichen Teilnehmer aufnehmen können. Alternativ könnten wir die Anzahl der möglichen Teilnehmer auch unverändert bei 30 Personen belassen, wenn wir die „besondere Rückverfolgbarkeit“ sicher stellen können. Das wäre gewährleistet, wenn wir einen festen Sitzplan erstellen der dann Rückschlüsse auf ein mögliches Infektionsgeschehen geben kann. Aber liegt das wirklich im Sinne des Erfinders?

Ich darf auf den Mindestabstand von 1,5m zwischen den einzelnen Teilnehmern verzichten, wenn ich gegenüber den Behörden einen festen Sitzplan nachweisen kann. Das mag zwar aufschlussreich für ein mögliches Infektionsgeschehen sein, aber was hat der einzelne Teilnehmer davon? Denn das Infektionsrisiko zwischen den einzelnen Teilnehmern ist mit dieser Strategie doch eher höher als niedriger zu bewerten. Der Schutz eines jeden einzelnen ist mit dieser Methode aus meiner Sicht nicht umfänglich gegeben. Wir werden nicht anhand eines festen Sitzplans die Abstandsregel fallen lassen, nur damit wir unser Fischerkurs-Seminar mit deutlich mehr Teilnehmern durchführen können. Ich denke einfach an dieser Stelle, dass hier der Schutz eines jeden einzelnen höher zu bewerten ist.

Darüber hinaus bleibt festzustellen, dass unabhängig der Anzahl von Seminarteilnehmern unser Arbeitsaufwand nicht gleichbleibend, sondern deutlich erhöht ist. Es muss auf die Einhaltung der Maskenpflicht geachtet werden, immer dann wenn die Teilnehmer nicht auf ihren Plätzen sitzen. Es muss eine ständige Desinfektion möglich sein, insbesondere bei den praktischen Schulungsabenden rückt dieser Punkt sehr stark in den Fokus. Und nicht zu vergessen, es muss auch dafür gesorgt werden, dass nach jedem Seminarabend bzw. vor Beginn eines jeden neuen Abends die Tische und Stühle in ausreichendem Umfang desinfiziert werden.

Hält man also die vorgegebenen Regeln sinnvoll ein, insbesondere auch den Mindestabstand von 1,5m zwischen den einzelnen Teilnehmern, so erhält man die Erkenntnis das wir mit deutlich weniger Teilnehmern und einem deutlich erhöhtem Arbeitsaufwand, leider auch deutlich geringere Einnahmen erzielen werden. Man muss sich dann auch darüber bewusst sein, dass die Durchführung des Seminars unsere private Freizeit einfordert. Die Durchführung des Seminars war immer eine für alle Beteiligten förderliche Angelegenheit. Insbesondere eben auch für unseren Verein, der ja eben auch den gemeinnützigen Zweck verfolgt und aus der Durchführung des Fischerkurses in nicht unerheblichem Umfang profitiert.

Letztlich tragen aber eben auch wir Ausbilder das mögliche Infektionsrisiko mit. Wir alle sind innerhalb unseres Alltags diesem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Dem können wir ohnehin nur wenig entgegen setzen. Daher sollten wir zumindest unser Freizeitverhalten so anpassen, dass wir uns dort nicht auch noch einem unnötig erhöhten Risiko aussetzen. Und das alles in der Hoffnung, dass diese Pandemie so zeitnah wie möglich an Kraft verliert um hoffentlich im Frühjahr 2021 wieder voll durchstarten zu können.

Ich hätte Ihnen gerne was anderes geschrieben, klare Sache, aber das wäre aus unserer Sicht nicht zielführend gewesen.

Ich hoffe auf Ihr Verständnis und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Dirk Müller
(Ausbildungsleiter)